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Orthodoxe Rumänen in Österreich

Bis heute existiert im 12. Wiener Bezirk ein Altarkreuz, das 1683 vom Fürsten Şerban Cantacuzino an der Stelle errichtet wurde, wo die Priester des rumänischen Heeres tägliche Gottesdienste für den Sieg der Christen zelebrierten.

Das religiöse Leben orthodoxer Gläubigen entwickelte sich in Wien unter besonderen Umständen. Auf grund der Intervention des Prinzen Eugen von Savoyen im Jahr 1723 bewilligte Kaiser Karl VI. die Gründung der Bruderschaft hl. Georg“. Diese hatte auch das Recht, alle orthodoxen Gläubigen in Wien religiös zu betreuen.

Maria Theresia verlieh der griechische-walachisschen Gemeinde am 10. Februar 1776 ein religiöses Privileg. Dieses sah vor, dass nur die Gläubigen um die Kapelle zum hl. Georg im Steirerhof berechtigt waren, orthodoxe Gottesdienste in Wien abzuhalten. Diese Kapelle hatte für alle Orthodoxen offen zu sein, unabhängig von Nationalität und Sprache.

Im Jahr 1788 trennten sich mehrere Griechen und einige wohlhabende rumänische Familien von den anderen Griechen und gründeten die Kirche am Fleischmarkt (1790 erbaut).

Ende des 19. Jahrhunderts gab es verstärkte Bemühungen, eine eigene rumänisch-orthodoxe Gemeinde zu gründe. Am 27. Mai 1899 trafen sich über 150 Rumänen, die das Anliegen unterstützten. Das Komitée stellte dem Metropoliten Arcadie von Bukowina die Lage vor und reichte beim erzbischöflichen Konsistorium in Czernowitz eine Liste mit den Namen der rumänisch-orthodoxen Familien in Wien ein.

Auch Dr. Karl Lueger, damaliger Bürgermeister Wiens, erfuhr von dem Anliegen der Rumänen und erwies sich als großer Unterstützer. So gründete man 1902 den „Rumänischen Klub“ in Wien als rechtliche Form der Solidarisierungsbemühungen der Rumänen in Wien.

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