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Ökumene

Es ist eine Zeit gekommen, in der wir einen geistlichen Ökumenismus praktizieren sollen. Wir brauchen mehr Liebe füreinander: „Daran, dass ihr Liebe zueinander habt, wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid“ (Johannes 13, 35). Wir sollen bei unserer ökumenischen Tätigkeit mit mehr Gebet, Fasten und Gottesdienste mitwirken. Es ist ein Gebot der Stunde, dass die verschiedenen christlichen Kirchen und Konfessionen heute nicht mehr in Isolation oder in Selbstgenügsamkeit leben. Das heutige Christentum sollte vom Gegeneinander, mit Liebe und Demut, zum Dialog übergehen und mithelfen. Die orthodoxe und die katholische Kirche sollten als Schwesterkirchen eher das gemeinsame Erbe aus dem ersten Jahrtausend hervorheben, anstelle menschlicher oder geschichtlicher Unterschiede.

Die orthodoxe Kirche bleibt innerhalb der christlichen Welt nicht isoliert. Sie betet unaufhörlich „für die Einheit des Glaubens" und für „die Vereinigung aller", aber sie bemüht sich auch auf der praktischen Ebene darum. Die Orthodoxie ist sich ihrer Identität und Eigenart bewusst. Sie hat das Bewusstsein und die Zufriedenheit, dass sie die göttliche Erbschaft des ersten Jahrtausends, d.h. der Art der ungeteilten Christenheit, bewahrt hat.

Für einige steckt die Ökumene heute in einer Krise. Einige haben in der ökumenischen Bewegung Enttäuschungen erlebt. Manche behaupten: der „heilige Enthusiasmus" habe sich in vielerlei Beziehung in Bürokratie gewandelt, der ursprüngliche Wunsch nach Einheit der Christen gemäß dem Willen Christi sei bisweilen in Gegensätzlichkeit, ja sogar in Proselytenmacherei, umgeschlagen, was auf die Nichtchristen einen verheerenden Eindruck mache.

Als Christen dürfen wir keine Resignation oder Pessimismus zeigen, wenn es um ökumenische Bemühungen geht.

In der ökumenischen Tätigkeit wirkt nicht nur der Mensch, sondern auch Gott. Die Ökumene wird durch den Herrn der Kirche selbst inspiriert und ihr wird von ihm geholfen. Unser Retter Christus hat für die Einheit der Christen gebetet und er prophezeite in seinem Abschiedsgebet: „Alle sollen eins sein: Wie du ,Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast" ( Johannes 17, 21). Die Kirche kann, in dieser säkularisierten Welt ihre Aufgabe nur im starken Glauben und Vertrauen, im Gebet, im ehrlichen Dialog mit den Menschen verwirklichen. Nur aufrichtige und tolerante Beziehungen können die heutigen Missverständnisse beseitigen. Es geht darum Ängste abzubauen und den Weg zu einer gerechten und richtigen Lösung zu finden.

Der ökumenische Patriarch Bartholomaios I. hat "Ehrlichkeit, Konsequenz und Mut" als prägende Prinzipien der christlichen Gespräche bezeichnet. Es ist eine Zeit gekommen, in der wir einen geistlichen Ökumenismus praktizieren müssen. Wir brauchen mehr Liebe füreinander: „Daran, dass ihr Liebe zueinander habt, wird jeder erkennen, dass ihr meine Jünger seid" (Johannes 13, 35). Wir sollen bei unserer ökumenischen Tätigkeit mit mehr Gebet, Fasten und Gottesdienste mitwirken.

Es ist ein Gebot der Stunde, dass die verschiedenen christlichen Kirchen und Konfessionen heute nicht mehr in Isolation oder in Selbstgenügsamkeit leben wollen. Das heutige Christentum sollte vom Gegeneinander, mit Liebe und Demut, zum Dialog übergehen und mithelfen. Die orthodoxe und die katholische Kirche versuchen als Schwesterkirchen eher das gemeinsame Erbe aus dem ersten Jahrtausend, anstelle menschlicher oder geschichtlicher Unterschiede hervorzuheben.

Die rumänisch-orthodoxe Kirchengemeinde aus Wien unterhält, im Geist Christi, brüderliche Beziehungen zur römisch-katholischen, zur evangelischen und zu anderen Religionsgemeinschaften. Wir haben alle als Christen eine Verantwortung und auch eine Verpflichtung oder Berufung mit unserem geistlichen Leben und mit unseren Bemühungen die charismatisch-ökumenische Tätigkeit für die Einheit der Christen zu unterstützen.

www.rumkirche.at